Manche Dinge brauchen Zeit, der Relaunch unseres Corporate Designs zum Beispiel. Lange gewünscht, Ende 2008 beschlossen und März 2010 ist er nun fast fertig. Normalerweise brauchen wir für ein Relaunch-Projekt nicht so lange, aber interne Projekte werden von uns gerne mit niedrigerer Priorität als Kundenprojekte behandelt und wir vergessen dabei leicht die Regeln des guten Projektmanagements. So wird zum Beispiel kaum geplant, die Verantwortlichkeiten sind unklar definiert und an der Konzeptdokumentation wird auch gespart. Alles Faktoren die zum Scheitern eines Projektes beitragen. Verschärft wurde die Situation durch die turbulente zweite Jahreshälfte 2009, in der wir schlicht keine Zeit mehr hatten, uns mit unserer Identität zu beschäftigen. Ergebnis im Sommer: Ein eilig eingerichtetes WordPress Blog mit halbfertigem Design und schnell zusammengeschriebenen Inhalten.
In der Hoffnung, der Zustand möge sich schnell ändern, verschwand das Projekt den Rest des Jahres aus unserem Fokus und damit sozusagen in der virtuellen Schublade. Mit dem neuen Jahr und dem festen Vorsatz, einige Dinge in Zukunft besser zu machen, reaktivierten wir das ungeliebte Projekt. Bis auf die Logoschrift haben wir alles verworfen und von vorne angefangen. Diesmal mit schriftlichem Projektplan, einem auf die Mindestgrösse abgestecktem Team und gingen Schritt für Schritt mit Muse und Konzentration an die Arbeit.
Als erstes nahmen wir uns das Logo vor. Die im ersten Projektanlauf gewählte Schrift ATTriumvirate gefiel uns immer noch. Diese Schrift lieferte das schönste Schriftbild für das Wort „AQUANTUM“. Besonders das “Q” war uns bei vielen Schriften zu verspielt oder schnörkelig. Die Triumvirate ist fast eine Kopie (oder unfreundlicher ausgedrückt ein Plagiat) der Helvetica. Die Unterschiede zwischen beiden Schriften sind zwar fein, aber für uns entscheidend.
Soweit waren wir mit dem Logo zufrieden, aber uns fehlte noch etwas. Wir wünschten uns ein Element, das Teil des Logos ist, sich vielseitig einsetzen lässt und einfach gestaltet einen Bezug zu den Namensteilen “Aqua” und “Quantum” hat. Nancy fand ein Symbol, dass allen Anforderungen entspricht. Es ist Kreis und Welle, lässt sich als ‘a’ oder ‘q’ lesen, funktioniert ganz klein als Favicon und ganz gross an unserer Eingangstür.
Schwieriger gestaltete sich dann die Farbsuche. Unsere letzte Hausfarbe war orange. Wir wollten damit ein Gegengewicht zu unserem techniklastigen Image legen und verstanden sie als Farbe der Kommunikation. Sie funktionierte auch einige Jahre gut für uns, aber mit dem neuen Corporate Design stellten wir uns die Frage, ob wir sie wirklich behalten wollten. Nach einigem Hin und Her und etlichen Entwürfen mit anderen Farben, entschieden wir uns für Blau. Die Farbe lag alleine schon wegen unserem Namen und unserem Tätigkeitsfeld sehr nahe, sie steht für Wasser und Luft, Treue und Zuverlässigkeit, für Entspannung und Ruhe, Wissenschaft und Phantasie. Kurz: Keine Farbe passt besser zu uns und so war die Entscheidung zwar zögerlich getroffen, aber letztendlich nur folgerichtig.
Das klingt jetzt alles sehr einfach, aber bis wir zu unserem jetzigen Web Design kamen, landeten wir einigen in Sackgassen. Diese Irrungen waren keine verlorene Zeit, sondern zeigten uns, dass der Luxus für ein Projekt Zeit zu haben, uns letztendlich zu der bestmöglichen Lösung geführt hat. Das Design für unsere Website war schnell fertig, die Ableitungen für das Blog hier, Visitenkarten, Schilder und Vorlagen waren dann Routine.
Apropos Blog: Diese Seite ist tatsächlich eigentlich “nur” unser Blog. Wir arbeiten gerade an unserer Portfolio – Website und so bald wir damit online sind, werden hier die “über uns”-Seiten rausgenommen. Dann konzentrieren wir uns hier auf die Themen, die uns aktuell beschäftigen und die Vorstellung neuer Projekte.
Zum System: Wie kurz erwähnt, verwenden wir als Blogsystem WordPress. Grund dafür ist einerseits, dass wir es seit Jahren für unser internes Blog verwenden und uns damit auskennen. Andererseits wird es ständig aktualisiert, es gibt eine Fülle von Plugins und eigene Erweiterungen lassen sich leicht andocken. Da WordPress aber auch ein vollständiges CMS ist und für unsere Zwecke völlig ausreicht, werden wir unsere Website auch damit erstellen und verwalten.
Das WordPress Theme hat Sebastian von Grund auf neu und mit dem Grid System 960.gs gebaut. Wir werden hier demnächst über dieses und andere Grid Systeme sowie deren Vorteile bei der Web Entwicklung schreiben.









