AQUANTUM GmbH

Unsere Geschichte

Aquantum wurde von Manfred Bausch, Maxim Gross und Petra Werhahn gegründet. Wir haben in Furtwangen, im tiefsten Schwarzwald, Medieninformatik studiert. Es war die Zeit, als das Internet noch neu war und uns vorkam wie ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das es zu Entdecken und Bevölkern galt. Wir arbeiteten in unterschiedlichen Agenturen und waren begehrt als die seltene Spezies, die HTML nicht nur buchstabieren, sondern auch tatsächlich damit umgehen konnte.

In unserem Studium lernten wir “Multimedia”. Wir schrieben Drehbücher und drehten Filme, produzierten Radiospots und studierten Audiotechnik, lernten Informatik und Programmieren, gestalteten Grafiken in 2D und 3D, erfuhren alles über Marketing und Werbung, beschäftigten uns mit Wahrnehmung und Psychologie und wurden darauf trainiert Projekte zu managen. Am Ende konnten wir zwar nichts richtig, wussten aber viel aus unterschiedlichen Bereich, konnten Verbindungen herstellen und den Überblick bewahren. Wir fühlten uns grossartig und wollten die Welt erobern. Die Euphorie der Zeit hatte uns erfasst.

Aber wie alles, hatte auch diese Zeit seine zwei Seiten. Wir arbeiteten unter Bedingungen, die es schwierig bis unmöglich machten ein Leben neben der Arbeit zu führen. Der ständige Druck und Kampf machte uns mürbe und drohte, uns den Spass zu verderben. Aber noch waren wir überzeugt von uns und starteten das Experiment “Aquantum”. Erst holprig, weil wir uns auf Partner verlassen haben, die uns den Start einfach machen wollten, aber dann fast für ein Scheitern vor dem Versuch gesorgt hätten.

Den ersten Rückschlag schüttelten mit einem „Jetzt erst recht“ ab und konzentrierten uns auf unsere Ziele. Wir wollten die Arbeit, die wir lieben mit dem Leben, das wir genauso lieben vereinen. Wir wollten in dieser Branche arbeiten und Familie haben dürfen. Wir dachten, dass es möglich sein sollte, IT-Projekte auch ohne ständige 80 Stundenwochen termingerecht und von guter Qualität umzusetzen. Wir wollten unser Leben nicht nur vor dem Rechner verbringen. Und wir wollten uns die Begeisterung für unser Arbeitsmaterial bewahren.

Am 1. Mai 2001 bezogen wir drei kleine Büroräume in einer Bürogemeinschaft. Wir nannten uns Aquantum, weil uns bei unserem Entstehungsprozess das Wasser als Symbol begleitet hat und weil wir wussten, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn „es fliesst“. Und die Quantenmechanik mit ihren eigenen Gesetzen und den vielen Unbekannten liegt uns sowieso nahe.

Wir nannten uns “netzwerkstatt”, weil der Name “Aquantum” immer wieder Verwirrung stiftete und wir mit dem benachbarten Aquaristik Service verwechselt wurden („Kann man bei euch Fischfutter kaufen?“). Das mit der netzwerkstatt wurde aber leider auch nicht so verstanden, wie wir uns das dachten. Wir wollten damit ausdrücken, dass wir keine Fabrik sind, die am Fliessband Massenware herstellt. Unsere Vorstellung war, dass wir wie ein Schreiner unseren Rohstoff genau kennen und daraus sorgfältig, mit Sachverstand und Kreativität auf unsere Kunden zugeschnittene Lösungen herstellen. Leider lösten wir damit aber eher die Assoziation nach „Schrauberwerkstatt“ aus.

Ein Jahr nach unserer Gründung zogen wir in ein kleines orangefarbenes Haus in der Solarsiedlung. Dort bekamen wir auch das erste Logo von einem richtigen Grafiker. Der erste Schritt weg von „Wir machen alles selbst“.

Obwohl die Zeiten hart waren und um uns herum machten immer mehr Firmen zu oder schrumpften zumindest deutlich. Auch für uns war es nicht einfach. Wir hatten zwar genug zu tun, aber so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Wir nahmen jeden Auftrag an, den wir kriegen konnten und so entwickelten uns zu den “IT-lern”, denen die sich mit Computern auskannten. Wir verkauften sogar Rechner und installierten Software. Wir erhielten Lektionen in Demut und verloren uns fast.

Irgendwann erholte sich die Wirtschaft und wir stellten erstaunt fest, dass es uns immer noch gab. Und es ging uns gut. So gut, dass wir uns ein neues Logo gönnten. Wir schreiben AQUANTUM in grossen Buchstaben, weil wir gross und erwachsen geworden waren. Orange wurde unsere Firmenfarbe, als Erinnerung an unser Haus, in dem wir uns sehr wohl fühlten und weil es die Farbe der Kommunikation ist. Unser neues Selbstbewusstsein nahmen wir zum Anlass in das neu erbaute Sonnenschiff zu ziehen. Wir holten uns eine Innenarchitektin, die die Räume nach unseren Wünschen und Bedürfnissen gestaltete. Wir feierten unseren 5. Geburtstag und wussten, dass es ab jetzt nicht mehr ums Überleben, sondern ums Wachsen geht.

Und jetzt? Wir sind 15 Leute, haben 13 Kinder und unsere Kundenliste ist nicht gerade kurz. Wir lieben unsere Arbeit genauso wie am Anfang und sind jetzt in der glücklichen Lage, dass wir das tun dürfen, was wir lieben und worin wir gut sind. Wir müssen nicht mehr jeden Auftrag annehmen und können es uns auch leisten eigene Projekt umzusetzen. Die Zeiten sind zwar wieder schwierig, aber die Krise jetzt bringt uns genauso wenig aus der Ruhe, wie die letzte. Außerdem arbeiten wir an einem neuen Logo und vielleicht auch an einem neuen Büro. Wir werden sehen, wie es weitergeht.